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Die wichtigsten Weltmeistertitel scheint Deutschland schon mal errungen zu haben. Wir bauen und exportieren nicht nur fleißig Produkte ins Ausland, spielen - die Korruptionsaffären der jüngsten Zeit mal außen vor gelassen - nicht nur einen ganz ordentlichen Fußball, sondern sollen nun auch noch die tüchtigsten Möbelkäufer sein?

Allein 2013 betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben der Deutschen für Möbelprodukte rund 390 Euro. Platz zwei ging mit 360 Euro an Österreich, während die Schweden mit 340 Euro noch Bronze holten. Die USA sind dagegen mit „gerade mal“ 210 Euro eher auf den hinteren Rängen angesiedelt (Quelle: Statista). Wie aber kommt es zu diesen Unterschieden? Dieser Frage versucht der vorliegende Artikel nachzugehen.

Die Gesamtausgaben der privaten Haushalte in Deutschland für Möbel beliefen sich im Jahre 2013 auf rund 39 Milliarden Euro. Dabei gab ein Privathaushalt im Monat insgesamt 2.448 Euro für Konsumgüter aus  (Quelle: destatis.de). Allein auf die Bereiche Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung entfielen schon durchschnittlich 845 Euro.

Mit 34,5 % war dies der höchste Anteil an den monatlichen Gesamtausgaben für Konsumgüter. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Ausgaben für Verkehr (14 %), Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (13,8 %), während die Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur mit 10,7% auf Platz vier landeten.

Mit 22 Euro im Monat (0,9 % der monatlichen Gesamtausgaben für Konsumgüter) gaben die Deutschen 2013 für ihre Bildung am wenigsten Geld aus - das sollte zum Nachdenken anregen. Innenausstattung (also auch Möbel), Haushaltsgeräte und -gegenstände schlugen mit 5 % zu Buche, sodass dies eingerechnet, die Ausgaben für den übergreifenden Bereich „Wohnen“ bereits rund 40 % des monatlichen Konsumbudgets ausmachen.

Wie kommt es nun, dass die Deutschen den größten Anteil ihres Verdienstes lieber in ihre Wohnung, als in Freizeit oder Genussmittel stecken? Gewiss, ein Grund liegt mit Sicherheit in der Tatsache, dass man die meisten Tage im Jahr schließlich in den eigenen vier Wänden verbringt. Im Schnitt ist jeder Europäer rund 340 Tage im Jahr zu Hause. Um es dort aushalten zu können, bemühen sich vermutlich die meisten von uns, es sich gemütlich und so angenehm wie möglich zu machen - aber wer macht das schließlich nicht?

Ein weiterer Grund liegt sicherlich auch darin, dass die Wohnkosten in Deutschland insgesamt in den Jahren gestiegen sind. So lagen die Ausgaben im Jahre 2008 noch rund 110 Euro niedriger als nur fünf Jahre später. 1998 betrugen die Ausgaben für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung sogar lediglich 657 Euro. Warum die Deutschen dennoch weltweit am meisten Geld ausgeben, ist aber weiterhin ein Rätsel. Eine kausale Erklärung, bei der es also nur eine Ursache gibt, ist von daher von vornherein aussichtslos.

Einer der Hauptgründe könnte auch darin zu suchen sein, dass das Preisniveau in Deutschland bei gleichzeitig hohen Einkommen im europäischen wie internationalen Vergleich definitiv nicht zur Spitzengruppe zählt. 2013 lag es zum Beispiel nur 1,5 % über dem europäischen Durchschnitt, während es sich in Dänemark etwa mit unglaublichen 39,6 % darüber befand. So gesehen scheinen die Deutschen schlicht und ergreifend mehr Geld bei gleichzeitig verhältnismäßig niedrigen Preisen zur Verfügung zu haben, sodass sie es sich leisten können verstärkt in Möbel zu investieren. Allerdings müsste man dies noch genauer untersuchen und weitere Faktoren hinzuziehen.

Was den Möbelkauf angeht, so kauft die überwiegende Mehrheit der Deutschen ihre Möbel nach wie vor im stationären Handel - auch wenn der Onlinekauf zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Vor allem Möbel-Mogule wie IKEA oder XXXL sind hier gut dabei (hierbei erwerben 58 % der Onlinekäufer ihre Möbel via Amazon). Der wohl wichtigste Grund, warum der stationäre Möbelhandel immer noch so erfolgreich ist, liegt wahrscheinlich in der Unmittelbarkeit der Produkte, die sich „live“ testen und anfassen lassen, was online logischerweise nicht geht. Oft kauft man da auf gut Glück und sollte sich stets nach den jeweiligen Rückgabebedingungen erkundigen.

Der Vorteil des Onlinekaufs hingegen besteht in der 24/7 Verfügbarkeit des Angebots sowie in der bequemen Möglichkeit, sich die bestellte Ware einfach nach Hause liefern zu lassen. Viele Firmen bieten mittlerweile auch einen unproblematischen Abholservice an, falls der bestellte Gegenstand doch nicht so das Wahre sein sollte. Zudem lässt sich online auch einiges sparen; nicht selten stolpert man über Angebote, die mit dem stationären Handel nicht mithalten können. Und auch die Auswahl ist größer: Ausgefallene Massivholz- und Rattanmöbel sowie ansonsten vielleicht nicht so leicht zu bekommende Einzelstücke finden Sie im Internet problemlos.  

Schließlich, so kann man das auch sehen, scheinen sich die Menschen in Zeiten der Unsicherheit - ob politischer, sozialer oder beruflicher - immer schon umso mehr auf ihr trautes Heim zu fokussieren. Und so darf man sich nicht wundern, falls die Ausgaben für Wohnen und Möbel in näherer Zukunft vielleicht erneut ansteigen.